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DEUTSCHLAND

Bioland ist abgebrannt

Landwirte, Imker und Naturschützer demonstrieren

02/02/2004

Mit 60 Traktoren, zahlreichen Leiterwagen, mit den Schleierhüten und Rauchkännchen der Imker und lärmenden Deckeln, Pfeifen, Kuhglocken und Tröten sind am Samstag 4000 Menschen gegen Gen-Lebensmittel durch die Innenstadt gezogen. Mit der Demonstration wenden sich Verbraucher, Bio-Bauern, Naturschutzverbände und kirchliche Gruppen gegen den Anbau genmanipulierter Pflanzen. Sie fordern von Verbraucherschutzministerin Renate Künast, den Gesetzentwurf zur Novellierung des Gentechnik-Gesetzes zu erweitern: Sie wollen Paragraphen, die den gentechnikfreien Anbau schützen und die Landwirte vor Kosten für Reinheitsnachweise bewahren. Doris Tropper, stellvertretende Landeschefin vom Bund Naturschutz in Bayern, ging bei der Kundgebung auf dem Odeonsplatz noch weiter: „Wir fordern, dass Bayern auch in Zukunft gentechnikfrei bleibt.“ Mit Plakaten wie „Biene M. darf nicht sterben“, formten die Imker eine eigene Gruppe. Sie fürchten, dass Bienen die Pollen genmanipulierter Pflanzen in den Honig bringen und er kein naturreines Produkt mehr ist. Bio-Verbände bangen angesichts zusätzlicher Kosten um ihre Zukunft: „Bioland ist abgebrannt“, stand auf einem Transparent. Ministerin Künast warfen sie vor: „Das hätten Ihre schwarzen Vorgänger auch gekonnt.“

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